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Ein Tag am Set – die Entstehung unseres Wahlwerbespots

Ein Tag am Set – die Entstehung unseres Wahlwerbespots

Am 10. Februar wurde erstmals unser TV-Werbespot für die Landtagswahl im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt. Das nehme ich zum Anlass, die Entstehungsgeschichte dieses Abenteuers in die Filmproduktion zu erzählen.

Am Anfang war die Leere

Wie packt man unsere ganze Botschaft in 90 Sekunden (dies ist die maximal erlaubte Länge der Wahl-Werbespots), und das ganze so, dass es jeden anspricht, niemanden überfordert, aber auch niemanden langweilt/beleidigt? Jörn Benz aus Schwieberdingen hatte die zündende Idee: Lassen wir doch verschiedene Mitglieder zu Wort kommen, die aus ihrer realen oder fiktiven Situation heraus in kurzen Sätzen den Finger in die Wunde legen.

Jörn ist Unternehmer mit einem eigenen Stuckateurbetrieb und kennt die Probleme aus dem Alltag, die unsere Politiker den Unternehmen Jahr für Jahr bereiten. Nebenbei betreibt er einen TikTok-Kanal mit 80.000 Followern. Wenn er über die Wirkung von Filmen spricht, dann weiß er, was er sagt.

Weiteres Mitglied im Kreativteam war Alexandre Ehrath. Alexandre war früher selber Unternehmer, bevor er festgestellt hat, dass er mehr Gutes tun kann, indem er seine Erfahrungen als Unternehmensberater mit anderen teilt. Sein Geschäft erfordert es, dass er extrem komplexe Situationen übersichtlich und strukturiert darstellen kann. Daneben kennt er sich aus seinem früheren Leben als Bandmusiker ausgezeichnet mit den Aspekten eines Toningenieurs aus.

Gemeinsam formten wir aus dieser grundlegenden Idee ein Gesamtkonzept. Wenn ich schreibe „wir“, dann bin ich folgerichtig auch dabei. Mein Name ist Volker Boelsch, von Beruf Texter und Schreiber. In den frühen 90er Jahren genoss ich überdies eine professionelle Ausbildung als Bühnenschauspieler. Wer hätte das gedacht, das mir dies so viel später noch einmal nützen würde? Mir kam die Aufgabe zu, alle Talente unserer Partei unter einen Hut zu bringen, so dass am Ende ein überzeugendes Gesamtwerk dabei herauskommt.

Was unterscheidet Männer von Kindern? Nichts. Nur die Spielsachen werden teurer

Eine Idee nimmt Form an

So ein Wahlwerbespot soll nicht nur dafür sorgen, dass wir einen professionellen Eindruck hinterlassen. Vielmehr soll er eine Botschaft transportieren, die in den Zuschauern etwas bewirkt. Dabei spielt nicht nur das offen gesprochene Wort eine Rolle, sondern auch jede Betonung, jede Geste, jede unausgesprochene Anspielung. Dabei sind die Sekunden gezählt; alles, was über das Limit hinausgeht, wird gnadenlos abgesägt

Alexandre, Jörn und ich gingen also Szene für Szene durch, um jede Formulierung auf das Optimum zu bringen, in Bezug auf Verständlichkeit, Wirkung und Wiedererkennungswert. Am Ende hatten wir ein Skript mit Storyboard, von dem wir alle drei überzeugt waren. Überzeugt in dem Sinne, dass wir das sichere Gefühl hatten, fast jeden Zuschauer erreichen zu können, der unseren Film ansieht.

Der Drehtag

Sechs Schauspieler sollten zum Einsatz kommen für sechs verschiedene Einzeleinstellungen: Ein Mittelständischer Unternehmer, ein frisch ausgelernter Azubi, eine Nutzerin öffentlicher Verkehrsmittel, ein Monteur, der täglich das Auto braucht, ein Handwerker und eine eingewanderte Osteuropäerin. Erst einmal glänzte aber ein ganz anderer.

Horst Rothenhöfer, der vielen bekannt ist als Portraitfotograf, hatte sich minutiös darauf vorbereitet, die Filmaufnahmen ins perfekte Licht zu tauchen, und alles mit gewohnter Professionalität auf Zelluloid zu bannen.

Für die meisten Konsumenten filmischer Werke ist wohl eher nicht bekannt, wie sich eine Filmkulisse anfühlt: Überall Lampen, Kabel, Ständer, Mikrofone, Monitore – und irgendwo mittendrin die Kamera, die alles filmt, und Horst, der bei allem Chaos die Ruhe und den Überblick bewahrt hat. Das alleine war schon ein Erlebnis – ein Erlebnis, das ohne einen weiteren Baustein nicht so ohne weiteres möglich gewesen wäre: Marcus Ottersberg.

Marcus betreibt eine Beratungs- und Installationsfirma für Telekommunikation – und in seiner Lagerhalle finden sich einerseits tausende Telefonapparate und Verteileranlagen, andererseits allerdings auch jede Menge Platz für unsere filmischen Ambitionen, den er uns großzügig zur Verfügung stellte.

Drei weitere Akteure kamen, um ihre Parts als unter schlechter Politik leidender Normalbürger einzuspielen: Gabriele Traub, Natalia Meuthen und Sandro Buttenmüller. Die Rollen im Einzelnen:

  • Marcus Ottersberger als mittelständischer Unternehmer, den Bürokratie und Überregulierung zunehmend in die Knie zwingen
  • Sandro Buttenmüller als Azubi mit erfolgreichem Abschluss, der sich dennoch Sorgen um einen Job machen muss
  • Gabriele Traub, leidenschaftliche Nutzerin des ÖPNV, die sich im Bus einfach nicht mehr sicher fühlt
  • Volker Boelsch, der auf dem Weg zum Einsatzort auf der Baustelle täglich wertvolle Zeit im Verkehrsstau verliert
  • Handwerkermeister Jörn Benz, der vor lauter behördlichen Anforderungen kaum noch zum Arbeiten kommt
  • Natalia Meuthen, die mit osteuropäisch gefärbter Zunge ihre Befürchtung äußert, dass unser Land bald weniger Freiheit lässt, als das Land, aus dem sie einst geflüchtet ist

Der (die) Abschluss-Knaller

Alexander Mitsch hatte für das Semifinale minutiös und auf die Sekunde getaktet eine Rede einstudiert, in der die ganze Misere baden-württembergischer Politik auf den Nenner gebracht und kräftig angeprangert wird: „Wir brauchen eine Politikwende für mehr Freiheit, Wohlstand und Wachstum!“. Ganz zum Schluss kam unser Spitzenkandidat zu Wort, der mit unmissverständlichen Worten klarmachte, dass wir bei der nächsten Wahl längst nicht nur irgendeine Partei wählen, sondern über die Zukunft unserer Kinder und Enkel entscheiden.

Wenn diese Zukunft positiv sein soll, dann kann die Partei dazu nur WerteUnion heißen!

Niemand muss auf das Fernsehen warten. Der Spot kann hier jederzeit genossen werden!

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