MehrWert für den Nordschwarzwald
Bildung, Heimat und Verantwortung
Am 17. September lud der Kreisverband Calw-Freudenstadt der WerteUnion Partei zu einer Veranstaltung unter dem Thema „Bildung: Ideologie raus – Wissen vermitteln“ ein.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, welchen Auftrag Schule heute erfüllen soll und wie Bildung dazu beitragen kann, jungen Menschen Wissen, Orientierung und die Fähigkeit zu eigenständigem Denken zu vermitteln.
Den Impulsvortrag hielt ein Lehrer eines Gymnasiums in Baden-Württemberg, der zugleich Mitglied im Landesverband der WerteUnion Partei ist. Anhand eines Vergleichs der Bildungspläne von 2004 und 2016 sowie der 2026 überarbeiteten Fachpläne stellte er Veränderungen bei Zielsetzungen, Kompetenzen und Leitperspektiven des baden-württembergischen Bildungswesens vor.
Der Referent vertrat dabei die Auffassung, dass sich die Gewichtung innerhalb der Bildungspläne im Laufe der Jahre deutlich verändert habe. Während er im Bildungsplan von 2004 eine stärkere Orientierung an klassischen Bildungszielen und staatlichen Grundwerten sieht, bewertet er verschiedene Entwicklungen der späteren Bildungspläne kritisch und sieht darin eine zunehmende politische und gesellschaftliche Schwerpunktsetzung.
Diese Einschätzung sorgte im Anschluss für eine lebhafte Diskussion.
Eltern und Großeltern schilderten ihre persönlichen Erfahrungen und äußerten die Sorge, dass gesellschaftspolitische Fragestellungen im Schulalltag teilweise zu viel Raum einnähmen. Auch wurde von einzelnen Erfahrungen berichtet, wonach Schülerinnen und Schüler das Gefühl gehabt hätten, mit abweichenden Auffassungen gegenüber vorherrschenden Positionen schlechter bewertet zu werden. Solche persönlichen Berichte standen ebenso zur Diskussion wie die grundsätzliche Frage, wie Schule politische Kontroversen behandeln und gleichzeitig Meinungsvielfalt gewährleisten kann.
Für die WerteUnion im Kreisverband Calw-Freudenstadt verbindet sich diese Bildungsdebatte mit einem grundsätzlichen Verständnis von Heimat, Identität und Verantwortung.
Heimat bedeutet dabei mehr als einen Ort auf der Landkarte. Sie umfasst die Geschichte einer Region, ihre Kultur und Traditionen, ihre Landschaft, ihre Sprache, die Familien und Gemeinschaften, die sie prägen, und die Verantwortung, dieses Erbe an kommende Generationen weiterzugeben.
Wer seine Heimat kennt, kennt seine Herkunft. Wer seine Herkunft kennt, kann seine eigene Identität bewusst entwickeln und Verantwortung für das übernehmen, was ihm anvertraut ist.
Christliche Werte, konservatives Denken und Heimatverbundenheit verstehen die WerteUnion Mitglieder dabei als Orientierung an Verantwortung, Familie, gesellschaftlichem Zusammenhalt, der Würde des Einzelnen und dem Bewahren dessen, was sich über Generationen bewährt hat.
Der Anspruch des Abends lautete deshalb: Schule soll jungen Menschen nicht vorgeben, was sie denken sollen. Sie soll ihnen Wissen, Bildung und Urteilsfähigkeit vermitteln, damit sie lernen, selbst zu denken.
Der Nordschwarzwald mit seinen Städten und Dörfern, seinen Familienbetrieben, Vereinen, Traditionen und seiner einzigartigen Landschaft ist für viele Menschen nicht einfach irgendeine Region – er ist Heimat.
Diese Heimat zu kennen, ihre Geschichte weiterzugeben und den kommenden Generationen die Möglichkeit zu geben, ihre eigene Identität auf einem festen Fundament zu entwickeln, war eine der zentralen Botschaften des Abends.
So wurde aus einem Abend über Bildungspläne eine grundsätzliche Diskussion über Bildung, Familie, gesellschaftliche Verantwortung und die Bedeutung von Heimat.
MehrWert für den Nordschwarzwald – für Bildung, die Wissen vermittelt, für die Verbundenheit mit unserer Heimat und für die Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkeln.